Zweck und Ziele der GRSK e.V:

Zweck und Aufgabe der  Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflusster Skeletterkrankungen bei Kleintieren e.V ( GRSK) und ihrer Mitglieder sind die Förderung der Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Röntgendiagnostik genetisch beeinflußter Skeletterkrankungen.

Die Gesellschaft bemüht sich im Rahmen ihrer Tätigkeit um Standardisierung und Qualitätssicherung der Röntgendiagnostik und wird ihre Unterstützung interessierten Verbänden und anderen Einrichtungen hinsichtlich der diagnostischen Möglichkeiten und deren Durchführung sowie der eventuell zu ergreifenden Selektionsverfahren anbieten.

Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenverordnung".

Der Satzungszweck wird insbesondere durch eigene Fortbildungsveranstaltungen und eigene wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Röntgendiagnostik genetisch beeinflußter Skeletter­krankungen verwirklicht.

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mit­glieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. 

 
(Auszug aus der Satzung)

 

Ziele der Gesellschaft seit ihrer Gründung- eine Chronik:

Am 07.04.1995 gründete sich die „Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflußter Skeletterkrankungen bei Kleintieren e. V." als Nachfolge des seit 1979 tätigen „Hohenheimer Kreises".

Anfang.

Vor der Gründung hatte Prof. Dr. Loeffler zum 13.03.1979 zu einem „Symposium der zentralen Auswertungsstellen für HD-Aufnahmen" eingeladen. Die Dres. Dipl. Biologin Swart und die Tierärzte E. Brahm, Ficus, Prof. Hartung, Prof. Herzog, Mahler, Prof. Müller, Frau Niessen, Frau Rahlfs in Vertretung von Prof. Brass, Rieke, Witteborg und Wurster nahmen teil. Das Ziel war die Kontaktaufnahme der verschiedenen Auswertungsstellen und gegenseitige Information über die Auswertungsmaßstäbe. Darüber hinaus nahmen sich die Teilnehmer vor, Röntgenaufnahmen zur Diagnostik der Hüftgelenksdysplasie (HD) einheitlich nach der Definition der Wissenschaftlichen Kommission der FCI auszuwerten. Sie wollten diese Erbkrankheit bekämpfen.

Erweiterung der Teilnehmer.

Prof. Dr. Loeffler hatte diejenigen Tierärzte zum 26.-27.01.1980 eingeladen, die gutachterlich für VDH- und FCI-Vereine tätig waren. Die Teilnehmer erweiterten ihre Zielsetzung, indem zusätzlich Vertreter der Rassehundezuchtvereine zur Information über Fragen der Hüftgelenksdysplasie und Zusammenarbeit einbezogen wurden.

Qualitätskontrolle, Einbeziehung internationaler Wissenschaftler und Genetik.

Die Gutachter beschlossen 1981 u. a., eine Qualitätskontrolle einzuführen. Prof. Dr. Schleger referierte zu einem weiteren Ziel, der Genetik bei Hunden, insbesondere den polygenetischen Vererbungsgang der HD. Am 13.-14.12.1981 fand eine Tagung der Wissenschaftlichen Kommission der FCI statt. Die Teilnehmer aus dem In- und Ausland einigten sich darauf, zur Bekämpfung der HD die Beurteilung der Röntgenaufnahmen auch international weiter zu standardisieren. Sie verpflichteten sich zur Übernahme der Vorlage der FCI „Hüftgelenkdysplasie – Internationales Zertifikat und Beurteilung von Röntgenaufnahmen".

Erweiterung der Thematik.

15 Gutachter nahmen 1985 am jährlichen Treffen teil. Prof. Dr. Schleger erklärte das Wesen des Hundes. Prof. Dr. Meyer erläuterte Grundsätze zur Fütterung von Hunden, die einen Umwelteinfluss auf die HD darstellen.
20 Gutachter nahmen 1986 am Treffen teil. Prof. Dr. Geldermann äußerte sich zur Genotypenbestimmung und Frau Dr. Feddersen erweiterte die Erkenntnisse über das Wesen des Hundes.

Abgrenzung gegenüber anderen Auswertungsmethoden.

26 Gutachter nahmen 1987 am Treffen mit dem Ziel teil, ausschließlich das FCI-Schema anzuwenden, um Ergebnisse wissenschaftlich vergleichbar überprüfen zu können. Die Beschreibung der HD Grade wurde 1991 neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst. Die Skandinavier schlugen international ein Qualitätssystem für Gutachten vor, das dem der GRSK e. V. ähnlich ist. Eines der Ziele der Gesellschaft sollte damit international einbezogen werden. Die FCI beschloss 2009, in ihrem Bereich gegenseitig alle Gutachten anzuerkennen. Prof. Dr. Flückiger und PD Dr. Koeppel verglichen 1998 ihre Arten der Bewertung von einzelnen Merkmalen bei der Auswertung von Röntgenaufnahmen zur Diagnostik der HD mit den Systemen der FCI, aus GB und den USA. 1999 stellte Clayton JONES (GB) das britische System vor. Aufgrund der anschließenden Diskussion wurde daraufhin später in GB auf die ausschlaggebende Befundung jedes einzelnen Gelenkes umgestellt. Dr. Gutbrod stellte 1998 die „Stressmethode" zur Errechnung des Distraktionsindexes in Anlehnung zu SMITH als weitere Möglichkeit zur röntgenologischen Diagnostik der Hüftgelenksdysplasie in die Diskussion. Dem Distraktionsindex in Korrelation zur später entwickelten Arthrose mangelt es z. Zt. an wissenschaftlichen Kontrollen ebenso wie das PennHIP nach SMITH. Die Folgen einer frühzeitigen Selektion sind nicht geklärt.

Qualität von Gutachtern, EDV gestützte Zuchtwertschätzung, Molekulargenetik.

Die Gutachter entschieden sich1988 zielgerichtet, Bewerber vor der Anerkennung durch den VDH qualitativ zu überprüfen. Dr. Beuing berichtete über die Einbindung der EDV in seine Art der Zuchtwertschätzung. Prof. Dr. Distl erläuterte 2006 den wissenschaftlichen Stand molekulargenetischer Untersuchungen in seinem Hause.

Obergutachten.

Ein Ziel, das bisherige Monopol der Hochschulen für die Erstellung von Obergutachten zu reduzieren, wurde umgesetzt. Neben diesen kamen auch seit Anfang tätige Gutachter mit lückenlosem Nachweis ihrer Qualifikation für die Erstellung von Obergutachten infrage. Eine weitere Vorstellung, andere Techniken wie CT und MRT als ergänzende Grundlage für ein Obergutachten zu erlauben, ist erreicht.

Einsatz der IT.

Die Gutachter folgten der technischen Entwicklung, eine digitale Bildverarbeitung wurde 1992 vorgestellt. 2008 ist eine professionell entwickelte Datenbank avisiert worden. Dr. Ludewig schilderte 2004 die technischen Voraussetzungen für einen Monitorbefund digitaler Aufnahmen (ED, HD).

Ellenbogendysplasie, OCD, Patellaluxation, Spondylose, CT, MRT.

1993 setzten sich die Gutachter weitere Ziele. Sie erklärten ihre wissenschaftlich fachliche Zuständigkeit für die Auswertung von Röntgenaufnahmen zur Diagnostik der OCD und Ellenbogendysplasie sowie 2002 für die Spondylose. CT-Befunde bei röntgenologisch unauffälligen Ellenbogengelenken zeigte Dr. Klumpp 2010.

Gründung der GRSK e. V.

Am 09.11.1994 wurde der Wunsch der Änderung von der bisher juristisch nicht abgesicherten Form der „Hohenheimer Kynologischen Tagung (Hohenheimer Kreis)" in einen eingetragenen Verein geäußert.
Am 26.01.1995 wurde dieser Wunsch unter den Gutachtern ausführlich diskutiert. Die Gründe für einen eingetragenen Verein waren, die Mitgliedschaft juristisch abgesichert zu regeln und einen kompetenten Ansprechpartner für die Rassehundezuchtvereine zu haben. Die GRSK e. V. hatte jetzt rechtlich die Möglichkeit, u. a. Gutachter bei nicht akzeptablen Unterschieden zum Durchschnitt aller Ergebnisse in der jährlichen Qualitätskontrolle überprüfen und Konsequenzen ziehen zu können. Satzung und Geschäftsordnungen sollten einige Ziele beinhalten.
Am 07.04.1995 wurde die „Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflußter Skeletterkrankungen bei Kleintieren e. V." gegründet. Die bisherigen Zielsetzungen des „Hohenheimer Kreis" wurden übernommen.

Kontakt zum VDH.

Die Mitgliederversammlung beschloss am 28.01.2000, den Tagungsort von Fellbach nach Dortmund zu verlegen. Hierfür waren nicht zuletzt Kostengründe und die Verbindung mit der Tagung der Zuchtleiter des VDH maßgebend. Dadurch wurde die Einhaltung des Zieles gewährleistet, dass Wissenschaftler und Zuchtverantwortliche sich am gleichen Ort austauschen können. So kann das Wohl gesunder Hunde erfolgreich garantiert werden.

Präsentation:

Die GRSK e. V. setzte sich weiterhin zum Ziel, ihre wissenschaftliche Arbeit öffentlich zu präsentieren. Daher stellte sie sich zusammen mit dem DOK und dem CC auf der Welthundeausstellung in Dortmund vor.
Ein Stempel wurde den Gutachtern ab 2007 zur Verfügung gestellt, mit dem sie ihre wissenschaftlich begründete Tätigkeit für die GRSK e. V. dokumentieren können.

Für die Gesellschaft:
Dr. Kurt Witteborg ©